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#hoffnungsgedanken - „Schick dein Gebet zum Himmel“

„Trübe Gedanken nebeln dich ein …“

Beim Anblick des Wetters da draußen kommt mir diese Songzeile von Beatbetrieb in den Sinn. Das Wetter gibt dieser Zeit ein Gesicht. Nebelschwaden, die den Blick verschleiern. Da ist kein Blick in die Ferne möglich. Wohin geht der Weg? Wohin geht mein Weg? Ist da überhaupt ein Weg?

„… so viele Schranken schränken dich ein“ geht der Song weiter.

Er passt wie angegossen auf diese nicht enden wollende Situation, die so sehr an den Nerven zerrt und die Geduld von Klein und Groß so ungemein strapaziert. Ich mag es selbst nicht mehr hören, lesen oder gar darüber schreiben – und mache es trotzdem. Denn so begleitet uns das Auf und Ab von Infektionszahlen und die Frage nach Lockerungen und Öffnungen, im beruflichen wie im privaten.

Und es tobt ein Kampf in mir. Der Verstand sagt: Lasst es bleiben, führt den harten Lockdown weiter, wenn wir gesund und gut durch diese Zeiten kommen wollen, solange die meisten noch nicht geimpft sind.

Aber dann ist da das Herz und es schreit: Ich will raus hier! Raus aus dem Trübsal, raus aus der Enge, raus aus der Ungewissheit. Ich brauch Kontakte, Begegnungen und Umarmungen. Ich brauch Freude, Freunde, gemeinsam lachen und Kaffee. Ja, ich weiß, ich wiederhole mich! Aber ist doch so!

„Aussichtslos, Nerven liegen bloß“, singt Beatbetrieb weiter Ja, manchmal fühlt es sich so an.

Doch dann nimmt der Song eine Wendung. Im Chorus heißt es: „Schick dein Gebet zum Himmel, er versteht.“

Und ich denke: Ja, das sollte ich mir viel öfter sagen und noch häufiger vornehmen. Alles, was mich bewegt, ins Gebet zu legen und Gott anzutragen, weil ich weiß, dass er mir zuhört und mich versteht. Aber nicht mal so nebenbei, sondern mir ganz bewusst Zeit dafür zu nehmen und aus der Enge in die Weite gehen durch die Kraft, die er mir dadurch schenkt.

 

„Wenn ich rufe, gib mir doch Antwort, Gott, der du mir zum Recht verhilfst! Als ich in die Enge getrieben wurde, hast du mir weiten Raum verschafft. Hab Erbarmen und höre mein Gebet. … Wenn ich zu ihm rufe, hört mich der Herr!“ (Psalm 4,2.4b Basisbibel).

Bastian Basse