Zur Startseite

Westfälischer Verband für Kindergottesdienst

Der Westfälische Verband für Kindergottesdienst unterstützt die Arbeit im Bereich "Kirche mit Kindern" in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und stellt sie auf breite Füße.

Er sorgt für Material und Austausch, für Basisnähe und Vernetzung der Arbeit mit "Kindern in der Kirche" innerhalb und außerhalb der Landeskirche. Der Verband berät fachlich die Arbeit im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW) der EKvW, unterstützt, bildet fort und begleitet die Synodalbeauftragten in den Kirchenkreisen. Er ist Mitglied im Gesamtverband für Kindergottesdienst in der EKD.

Aus dem Vorstand

Bei der diesjährigen Vorstandsklausur haben wir die Vorstandswahlen im September vorbereitet, über den Kindergottesdienst-Tag in Unna gesprochen und eine Kigo-Card in Planung genommen. Sie soll Kompetenzen und Fortbildungen ausweisen und Vorteile bringen wie z.B. Rabatte für Materialien.

Außerdem freuen wir uns über den Beschluss der Landessynode zum Thema Abendmahl mit Kindern. Dazu haben wir schon lange gearbeitet und sind gerade dabei, neue Materialien zu erstellen.

Nachruf auf Pfarrerin Waltraud Marx von Birgitt Johanning

Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.

(Psalm 73, 23)

Wer wie ich in den siebziger Jahren „Kindergottesdiensthelferin“ war, liebte die „Helfertage“ in den Viehhallen in Hamm und die Fortbildungen in Haus Husen. Zu den Menschen, die mich damals beeindruckt und inspiriert haben, gehörte auch Waltraud Marx. Als Bildungsreferentin für Theologie und Friedenspädagogik hat sie viele Menschen meiner Generation geprägt.

Nach ihrer Zeit in Haus Husen übernahm sie eine Pfarrstelle in Dortmund – Aplerbeck. Aber sie blieb dem Kindergottesdienst eng verbunden.

Sie war im Vorstand des Westfälischen Verbandes für Kindergottesdienst. 

Ich traf sie zum letzten Mal vor 8 Jahren auf dem Kindergottesdiensttag in Unna. Und – obwohl sie mich Jahrzehnte nicht mehr gesehen hatte – sie erinnerte sich an mich.

Das hat mich sehr beeindruckt! 

Waltraud Marx ist am 11. Dezember 2019 verstorben. Die Trauerfeier am 21. Dezember hielt die mit ihr befreundete Superintendentin des Kirchenkreises Iserlohn Martina Espelöer, die mir dankenswerterweise ihre Ansprache für diesen Nachruf zur Verfügung gestellt hat.

Ich zitiere:
„Waltraud träumte von einer Kirche, in der es um Friedenserziehung gehen kann, den Krieg nicht mehr lernen – von einer Ökumene, in der die unterschiedlichen Konfessionen zusammenstehen, um gemeinsam für Gerechtigkeit zu arbeiten – von einer Frauentheologie, die dazu beitragen kann, dass Männer und Frauen gemeinsam das Reich Gottes verkündigen. Das alles erwuchs für sie aus der Bibel und dem Wort des lebendigen Gottes. Sie liebte die Erzählungen des Alten und Neuen Testaments, vertiefte sich mit anderen Frauen dort hinein und gewann je und je Hoffnung. Ihr Studium in Genf/ Bossey war wiederum eine gedankliche Hinwendung zur weltweiten Ökumene – weit denken, Menschen Freiheit ermöglichen, die verkrusteten Strukturen der Kirche verwandeln, um Raum zu ermöglichen für Neues. Das war ihre Vision.“

Als Vers über ihrer Traueranzeige stand:
Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand. (Psalm 73, 23)

Viele von uns werden sich dankbar an Waltraud Marx erinnern.

Haus Villigst: Geschäftsstelle des Verbandes